Linzer
Jeunesse Chor
Wolfgang Mayrhofer
Chorleiter
Chor
Konzerte
Rückblick
CD
Pressestimmen
Newsletter
Kontakt
  Presseinfos
Impressum
 
 
Pressestimmen

Von der Renaissance bis zum 20. Jahrhundert
Linzer Jeunesse Chor, geführt von Wolfgang Mayrhofer, eröffnete die Frühjahrssaison bei "Musica sacra"
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 27.03.2012

Die Frühjahrssaison von „Musica sacra“ begann mit einem mehrteiligen Block aus Passionsmusiken. Deren ersten Termin gestaltete der ausgezeichnete Linzer Jeunesse Chor, engagiert von Wolfgang Mayrhofer geführt, mit einem auch stilistisch recht abwechslungsreichen Programm aus Raritäten.
Der Chor nimmt seit Jahren mit seinen Vorzügen einen führenden Platz im Linzer Konzertleben ein und erfreut mit großer Ausdrucksfähigkeit und Klangschönheit, mit klarer Linienführung und Präzision.
Diese Eigenschaften entfalteten sich bei einem Programm, das über mehrere Stationen von der Renaissance bis zum Ende des 20. Jahrhunderts reichte
Besondere Beachtung verdient das sechsstimmige „Stabat Mater“ aus 1927 vom Oberösterreicher Johann Nepomuk David (1895-1977), der damals als Volksschullehrer in Wels wirkte
Sein strenger Satz orientiert sich an alter Musik und verlangt mit den eigenen herben Klängen vielfältige Differenzierungen. Die hervorragende Wiedergabe stellt dem Chor das beste Zeugnis aus

Wie ein Cellokonzert
Auf vergleichbarem Niveau gelangen die packende Motette „Jesus und die Krämer“ aus 1936 von Zoltan Kodaly (1882-1967) und schließlich das „Stabat Mater for mixed Choir and Violoncello“ aus 1986 vom Norweger Knut Nystedt (geboren 1916). Letzterer Titel kann auch als virtuoses Cellokonzert bezeichnet werden. Diese höchst anspruchsvolle Partitur wirkt bei aller Modernität dank einer eindringlichen Interpretation packend und mitreißend.
Die Cellistin erntete für die überzeugende Ausgestaltung ihrer Aufgaben stürmischen Beifall. Sie vermittelte auch mit viel Klarheit zwei Sätze aus Bach-Solo-Suiten. Die Aufgaben für Orgel lagen bei Philipp Sonntag in guten Händen. (Franz Zamazal)

Passionskonzert: Linzer Jeunesse Chor, Lisa Rescheneder (Cello), Philipp Sonntag (Orgel), Wolfgang Mayrhofer (Leitung); Minoritenkirche Linz, 25. 3.


Erstrangige Chorkunst in der Linzer Minoritenkirche
"Neues Volksblatt" vom 27.03.2012

Musikalische Reise durch mehrere Epochen
Fast schon ein Pflichtbesuch bei musica sacra ist jährlich ein Passionskonzert des Linzer Jeunesse Chores. Musik aus der Barockzeit (drei Motetten von Monteverdi) und "Tristis est anima mea" von Johann Kuhnau "umspielte" eher locker die vier großen Werke der Chorliteratur als die eigentlich interessanteren bis seltenen Programmteile: das noch tonale, Bruckner verpflichtete Stabat Mater von Johann Nepomuk David, die Brahms-Motette "Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen", "Jesus und die Krämer" und schließlich "Stabat Mater" op. 111 von Knut Nystedt, ein verkapptes Cellokonzert, in dem Lisa Rescheneder den mit allerhand technischen Finessen gespickten Solopart virtuos meisterte. Philipp Sonntag von der Bruckner-Uni betreute als Begleiter und Solist Orgelpositiv und Orgel. (Georgina Szeless)


"Krone"-Kritik
"Kronenzeitung" vom 27.03.2012

Zum Höhepunkt des Passionskonzertes in der Linzer Landhauskirche geriet das "Stabat Mater für Chor und Violoncello" des Norwegers Knut Nystedt. Hier fanden der Linzer Jeunesse-Chor unter Wolfgang Mayrhofer, vor allem aber die junge Cellistin Lisa Rescheneder zu restlos überwältigender Ausdrucksintensität. Hörenswert auch die Motetten von Monteverdi, Kuhnau, Brahms, David sowie "Jesus von die Krämer" von Kodály. Dazu Orgelmusik von Philipp Sonntag versiert dargeboten. Lisa Rescheneder gestaltete zudem Sätze aus Bachs Cellosuiten. (Balduin Sulzer)


Musikalisches Weihnachts-Labsal
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 21.12.2011

Der Linzer Jeunessechor unter der Leitung von Wolfgang Mayrhofer hat mit dem Konzert zum Thema Weihnachten wieder die hohen Erwartungen restlos erfüllt. Maßgeblich für das erfreuliche Ergebnis waren die vorzüglichen vokalen Tugenden in allen Parametern, die mühelos im ausgewogenen Zusammenklang der Stimmen ausdrucksvolle und klangschöne Entfaltungen ermöglichten.

Die Stimmen der Damen geben sich leicht und geschmeidig, die Herren liefern wenn nötig ein profundes Fundament. Unter diesen Umständen bedeutet Zuhören reines Vergnügen. Das Programm enthielt acht bedachtsam ausgewählte A-cappella-Titel aus der Renaissance, dem 20. Jahrhundert und aus dem Schaffen von Arvo Pärt.

Tradition des Hirtenspiels
Ein Gustostück der besonderen Art bildete die „Böhmische Hirtenmesse“ von Jakob Johann Ryba (1785–1815). Der selbst verfasste Text in der Form einer Messe gleicht eher einem Oratorium, ist nicht der Bibel entnommen und folgt der Tradition eines Hirtenspiels, welches das Wunder der Geburt Christi vermittelt.

Die Aufführung aus einem Guss unter der Leitung von Johannes Wetzler entfaltete mit viel Überzeugungskraft die herzhaften Melodien der wirkungsvollen Abschnitte. Der Chor ließ sich von der Substanz der Partitur anstecken und hatte auch sichtbar seine Freude daran.

Das Solistenensemble bestand aus hochwertigen Sängern und wurde vom jungen und hellen Sopran (Elisabeth Breuer) angeführt. Dazu kamen die wie immer verlässlichen Kräfte Valentina Kutzarova (Alt), Kurt Azesberger (Tenor) und Matthias Helm (Bass). Das Instrumentalensemble aus Mitgliedern des Bruckner Orchesters (Konzertmeister Heinz Haunold) war ein Garant für die vorzügliche Qualität der Interpretation. Der Zuhörer fühlte sich in eine kleine Kirchengemeinde versetzt. Das Werk ging zu Herzen und dokumentierte eine längst versunkene Zeit. (Franz Zamazal)


OÖ. Stiftskonzerte: Der ganz unverfälschte Bruckner
"Oberösterreichische Nachchten" vom 4.7.2011

Bruckner Orchester, Linzer Jeunessechor, Dennis Russell Davies (Dirigent), Stiftskirche St. Florian, 2. Juli
Das Konzert enthielt ein Kontrastprogramm, aber immer ganz Bruckner: den 112. Psalm, am Ende der Linzer „Lehrzeit“ (1863) geschaffen, und die Symphonie Nr. 3 (1877), entstanden an der Schwelle der sich voll entfaltenden Meisterschaft in Wien. Die Stiftskonzerte haben in den letzten Jahren fast alle Bruckner-Symphonien vorgestellt, die „Dritte“ ist eine der letzten, welche fehlte. Es war der ausdrückliche Wunsch des Dirigenten, davon die zweite Fassung zu spielen und sie gleichzeitig auch für eine CD-Produktion aufzunehmen.

Diese Partitur ist jene, die in Wien seinerzeit einen eklatanten Misserfolg erntete. Sie gewinnt jetzt immer mehr an Bedeutung gegenüber der lange Zeit weitverbreiteten Überarbeitung von 1889, und das mit vollem Recht. Sie zeigt Größe, Monumentalität, eine höchst persönliche Aussage und damit gleichsam eine Innenschau. Der Zuhörer wird systematisch durch die psychologischen Höhen und Tiefen des Komponisten geführt. Das Bruckner Orchester bot insgesamt eine hervorragende Leistung, wenn auch gelegentlich die Blechbläser überproportional in Erscheinung traten. Dennoch gelang eine deutliche, prägnante und intensive Wiedergabe, die jeder Phrase ihren Sinn und ihr Gewicht gab. Die Mini-Pausen zum Atemholen für den melodischen Fluss richteten sich gegen die Tücken der Kirchenakustik.

Zu Unrecht vergessen
Zu den bemerkenswerten Abschnitten gehörte im zweiten Satz der weitschwingende und innige, herzliche und warme Ton, weiters eine Romantik im besten Wortsinn, die sich aber auch zu Fortissimo-Glanz aufzubäumen versteht. Das Scherzo glich einem Sommernachtsfest und gibt sich auch deftig sowie übermütig, kontrastiert im Trio mit Ländlerischem. Das Finale brachte furios und „überdrüber“ das krönende Dach. – Die Aufführung lieferte den Beweis, dass diese Fassung mit Recht immer mehr geschätzt wird, und erntete stürmischen Beifall.

Der 112. Psalm für Doppelchor und großes Orchester ist das letzte Werk, welches Bruckner unter der Aufsicht des Linzer Theaterkapellmeisters Otto Kitzler verfasste. Es geriet für viele Jahrzehnte zu Unrecht in Vergessenheit. Die Partitur gibt sich wuchtig, auch innig und wirkungsvoll, und verlangt einen hochqualifizierten Chor.

Diesen Anforderungen entsprach in allen Belangen der zahlenstarke Linzer Jeunessechor (Einstudierung Wolfgang Mayrhofer) voll und ganz. Diesem Psalm sollte man öfters begegnen. (Franz Zamazal)


Einladung zum Innehalten
"Neues Volksblatt" vom 2.7.2011

Stiftskonzert in St. Florian mit Bruckners Symphonie Nr. 3
Mit der Aufführung einer Symphonie Anton Bruckners in der Stiftskirche zu St. Florian erreichen die Veranstalter der Stiftskonzerte immer wieder großen Besucherzustrom. Chefdirigent Dennis Russell Davies überzeugte dabei als Dirigent mit Tiefgang und intensiver Darstellung der Symphonie Nr. 3 in d-Moll. Das Bruckner Orchester folgte seinen Forderungen mit satten Klängen im Bläserbereich. Die weihevollen Einschübe der "Marienkadenz" im 2. Satz gelangen als Einladung zum Innehalten, während beim urig-bäuerlichen Scherzo den von Bruckenr so geschätzten "Tanzlgeigern" ein Denkmal gesetzt ist. Es wurde vom Orchester so hinreißend gespielt, dass es schon nach dem 3. Satz einen kurzen Applaus gab.

Zehn Jahre vor Entstehung dieser 3. Symphonie komponierte der Florianer Meister 1861 als Abschluss seiner Stuiduem bei Simon Sechter den Psalm 112, der als feierlicher Beginn von Jeunesse- und Mozartchor in großer Besetzung erklang. Es gab lang andauernden Applaus für das Orchester und seinen Chefdirigenten für dieses Konzerterlebnis. (Christine Grubauer)


Einen Volltreffer gelandet
"Oberösterreichische Narichten" vom 2.5.2011

Ein Chorprojekt der Sonderklasse gab es am Donnerstag im Veranstaltungszentrum Gunskirchen. 17 Chöre reisten zum geographischen Mittelpunkt Oberösterreichs und brachten beim „BeispielsWeisen“-Festival 17 Stücke zur Uraufführung. Vom heiter besinnlichen Liebeslied über klangvolle Kirchenmusik bis hin zu stimmungsvollen Charakterstudien bot das Programm für jeden etwas. Musik, die der Tradition verpflichtet war, aber auch Stücke, die eine zeitgemäße Sprache verwendeten und durchaus inspirierend Neues erkennen ließen.

So unterschiedlich die Stücke vom Ausdruck waren, so unterschiedlich waren auch ihre Qualität und die Leistungen der Chöre. Besonders beeindruckend David Wagners „Im Nebel“, Erland M. Freudenthalers „The moon is hiding“, Gunter Waldeks „Nachtlied“, Michael Hazods „wausd“, Rudolf Hinterdorfers „Zueignung“, Rudolf Jungwirths „Schaukelstuhl“ und Helmut Schmidingers vertontes Kochrezept für ein „Gefülltes Gansl“.

Der Linzer Jeunesse Chor mit seiner unnachahmlichen Klangkultur, der Hard Chor mit brillanter Diktion und fast aktionistischem Zupacken, die noblen „Lautmaler“ aus Perg und das Vokalensemble Voices konnten besonders beeindrucken. Mit „BeispielsWeisen“ hat die oberösterreichische Chorakademie einen Volltreffer gelandet, denn so ist die Chance, dass zeitgenössische Musik auch in die Probensäle der Laienchöre gelangt und damit vielleicht ein größeres Verständnis für neue Musik erzielt werden kann, um einiges gestiegen. (mw)


Geglückter Auftakt zu den Passionskonzerten
"Neues Volksblatt" vom 12.4.2011

Mit geschickt integrierten zusätzlichen Sitzplätzen konnten die Veranstalter der Linzer Konzertreihe „Musica sacra“ am Sonntagnachmittag den Ansturm auf Bachs „Johannespassion“ in der Minoritenkirche bewältigen.

Wolfgang Mayrhofer stand mit seinem bewährten Linzer Jeunessechor im Presbyterium und lieferte, was das Werk verlangt: dramatische Turba-Chöre (Menschengruppen darstellend) und andächtigen Schönklang bei den getragenen Chorälen dieses ergreifenden Werkes.

An den Instrumenten: das von heimischen Musikern bestückte Ensemble Sonare mit Gambistin Claudia Leitenbauer und Philipp Sonntag an der Continuo-Orgel. Ein wahrer Glücksgriff war der alles überstrahlende, dramatisch agierende Tenor Daniel Johannsen, der nicht nur die Rezitative, sondern auch die Arien zum Erlebnis werden ließ. Ihm zur Seite als tragende Stimme stand Klemens Sander (Bariton) als Jesus sowie der wendig agierende Bariton Matthias Helm für die Arien und in den Rollen von Pilatus und Petrus. Sowohl die Sopranistin Elisabeth Wimmer als auch Altistin Gerda Lischka kamen aus der Talenteschmiede des Linzer Musikgymnasiums in der Stifterstraße - sie konnten mit der renommierten internationalen Solisten-Besetzung nicht nur mithalten, sondern gestalteten ihre Arien mit klangschöner Sorgfalt und in beeindruckender Innigkeit aus. Die lange Stille am Ende legte Zeugnis ab von der Ergriffenheit des Publikums. (Chr. Grubauer)


Musica sacra: Jeunessechor eröffnete die Passions-Saison
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 12.4.2011

Musica sacra: Johannes-Passion von J. S. Bach, Linzer Jeunessechor, Ensemble Sonare, Wolfgang Mayrhofer (Dirigent), Solisten: Elisabeth Wimmer (Sopran), Gerda Lischka (Alt), Daniel Johannsen (Tenor), Matthias Helm und Klemens Sandner (Bariton), Minoritenkirche, 10. April

Die Frühjahrs-Saison von „Musica sacra“ mit den Aufführungen in Linzer Kirchen widmet sich hauptsächlich dem Passionsgeschehen. Im Einklang mit einer lieb gewordenen Bach-Tradition stand heuer dessen Johannes-Passion auf dem Programm, unter günstigen akustischen Bedingungen und vorzüglichen künstlerischen Voraussetzungen zu erleben.

Der Jeunessechor mit rund drei Dutzend klangvollen Stimmen ließ unter der schwungvollen Leitung von Wolfgang Mayrhofer seine Qualitäten hören: Sicherheit und Präzision, Volumen und Flexibilität für alle Ausdrucksnuancen. Somit bekam das biblische Geschehen eine eindringliche Gestalt voll Ausdrucksstärke. Die Choräle und virtuosen Arien vermittelten Dramatik, Reflexionen und Gebete.

Ausgezeichnete Sänger mit viel Können für Alte Musik bildeten das Solisten-Quartett: Elisabeth Wimmer, Gerda Lischka, Daniel Johannsen und Matthias Helm. Außerdem gestaltete der Tenor Johannsen die biblische Erzählung sehr lebendig, wortdeutlich, manchmal übersteigert. Schade, dass der Alt gegen die orchestrale Übermacht einen schweren Stand hatte. Der Bariton Matthias Helm verlieh der Rolle des Pilatus und Petrus Bedeutsamkeit. Klemens Sander war ein „königlicher“ Jesus. Der Orchesterpart samt den solistischen Partien war dem verlässlichen „Ensemble Sonare“ übertragen. Die Continuogruppe lieferte ihren Beitrag zum vollen Gelingen. (Franz Zamazal)


Abonnementkonzerte Wels: Eröffnung der neuen Saison im Stadttheater mit Mahlers II. Symphonie
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 28.9.2010

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Bühne des Welser Stadttheaters mit jugendlichen Musikern des Jeunesse Orchesters Wien, des Concentus vocalis Wien, des Linzer Jeunessechors und einer Auswahl des Mozartchores des Musikgymnasiums Linz.

Gemeinsam ging man daran, eine der damals größten Symphonien seit Beethovens IX. zu inszenieren, ein Welttheater, das vom tiefsten Abgrund des Menschen bis zu himmlischen Höhen des Unfassbaren reicht. Mahlers "Kind", dessen "glückliche Ankunft" Mahler mit dem Zusatz, dass Vater und Kind sich den Umständen angemessen befänden, 1894 mitteilte, ist längst erwachsen und eines der beeindruckendsten Werke der symphonischen Literatur. Beeindruckend auch die Leistungen der jungen Musiker, allen voran der Blechbläser und speziell der Trompeter des Jeunesse Orchesters, die nicht nur sauber bliesen, sondern höchst musikalisch dazu. Auch die Streicher verdienen großes Lob für einen differenzierten und den jeweiligen "Szenen" angepassten Klang. Gut, aber nicht immer ganz exakt im Timing und in der Intonation die Holzbläser, aus deren Riege jedoch feine Solisten hervorstachen. Trotzdem nicht ganz optimal der Gesamtklang, was auf die unzureichende Akustik im Stadttheater zurückzuführen ist. Schade, dass man dieses Konzert nicht in Linz realisieren wollte.

Herbert Böck ist ein phantastischer Orchestererzieher und ein Kenner der Materie, aber dennoch blieb in seiner Interpretation manch Abgründiges hintangestellt, schienen Mahlers oft abrupte Stimmungswechsel zufällig und damit nicht so explosiv, wie sie sein könnten.

In der Leitung des Finales zeigte sich aber seine Größe, der Umgang mit den Stimmen, die von Wolfgang Mayrhofer bestens vorbereitet waren. Diese hatten die Fähigkeit, ein unglaublich feines Pianissimo an den Anfang zu setzen, das aber in seiner Intonation und klanglichen Schönheit nicht durch den schwankenden Atemstrom der Fortgeschrittenen, man mag das auch Vibrato nennen, gestört wurde. Glasklar nicht nur die Harmonien, sondern auch die Textdeutlichkeit. Ein wirklich großer Moment des Abends.

Christa Ratzenböck und Ursula Langmayr sangen die Solopartien, schön, aber nicht überirdisch entrückt, wie man diese Worte und Töne vernehmen möchte. Viel Applaus für eine großartig vorbereitete und höchst engagierte Jugend. (Michael Wruss)


Die Botschaft zählt: Sterben werd‘ ich, um zu leben
"Salzburger Nachrichten" vom 25.9.2010

Um den österreichischen Orchesternachwuchs muss einem offensichtlich nicht bange sein. Das zeigte die Phalanx an jungen Musikern, die am Donnerstag und Freitag in der Formation des Wiener Jeunesse Orchesters im Großen Festspielhaus antrat, um Gustav Mahlers „Auferstehungssymphonie“ zu spielen. Wiederholungen gibt es am Sonntag in Wels und am Montag im Wiener Musikverein, wobei auch dort als Chor der Jeunesse Chor Linz und der Concentus Vocalis die Botschaft verkünden: „Sterben werd‘ ich, um zu leben.“

Beachtlich ist die technische Leistungskraft des von Herbert Böck sachdienlich dirigierten Großensembles, das in jeder Gruppe tonschön und homogen klingt. Das führte zu einem imposanten, kraftvoll und spannend durchmessenen, sorgfältig austarierten ersten Satz.

Dann ging Herbert Böck auf ein breiteres, eher sogar gemächlich-schleppendes Tempo über, was die großräumige Architektur des kolossalen Werks gefährdete. So schön und richtig die einzelnen Gruppen (Holz, Hörner und Pauken seien hier hervorgehoben) auch funktionierten, so schwer schien es, den Gesamtsinn, die Tiefe der Aussage des Werks zu ergründen.

Christa Ratzenböck sang das „Urlicht“ mit intensivem Bogen, ehe die große halbe Stunde für Orchester, Chor und Solisten (mit dem sich gut integrierenden Sopran von Ursula Langmayr) im Finale schlug: eine theatralische Musik mit Fernorchester und Trompeten im Saal, exakt abgestimmt, aber der spirituellen Dichte des Werks doch mehr auf der Spur als sie schon erfüllt gestaltend. Die Tendenz, das Geschehen abschnittweise im Einzelnen klar zu konturieren, führte zu einer episodischen Reihung der Ereignisse, nicht zu einer symphonisch-konzertant-chorischen Einheit, die den Kern des Werks hätte freilegen können.

Das soll die Gesamtleistung nicht schmälern, aber so erstaulich begeistert-ambitioniert die Qualität auch sein mochte: Da zeigten sich doch auch die Grenzen eines Jugendorchesters, zumal im Rahmenvergleich eines repräsentativen Abonnementabends der Kulturvereinigung. (Karl Harb)

Wo wir auf tausend Weisen
Von Drehpunkt Kultur, Sbg. online vom 24.9.2010

GROSSES FESTSPIELHAUS / WIENER JEUNESSE ORCHESTER
Selten einmal gewinnt ein Orchester schon beim Auftritt alle Sympathien für sich: Den strahlend lächelnden jungen Leuten des Wiener Jeunesse Orchesters ist das noch vor dem ersten Ton gelungen. Und nach dem ersten Ton erst recht!
Wie samtweich und homogen die Horn- oder Posaunenchöre, die Menschen und Seelen gen’ Himmel geleiten. Wie virtuos und musikantisch die Holzbläser-Solisten, die ebenso bockig wie ätherisch zu tanzen verstehen. Was für Schlagzeuger, die der Himmelfahrt ebenso mitreißend den Takt vorgeben, wie dem Treiben auf Erden! Wie präzise und klangvoll die Streicher, die Tanzboden und Sphären mit ihrem Klang erfüllen….
Die jugendliche Heerschar aus Wien - die „Zweite“ Mahler bringt sogar die Cinemascope-Bühne des Großen Festspielhauses beinahe zum Platzen - hat dem Salzburger Publikum echt himmlische Freuden beschert. Herbert Böck hat das Wiener Jeunesse Orchester mit Umsicht und nicht nachlassender Zielgerichtetheit geleitet, das Riesen-Unternehmen in c-Moll zum verdienten Triumph geführt.
Auffallend und wohltuend die konsequente Zurückhaltung in der Lautstärke, spannend die klug aufgebauten Crescendi, die den wenigen wirklichen Fortissimo-Ausbrüchen unglaubliche Wirkung verliehen. Auch das Tempo war klug, eher langsam, gewählt: was trotz des großen Orchesterapparates immer Transparenz garantiert, im Maestoso aber doch gelegentlich den Wunsch nach einer Spur mehr drive geweckt hat.
Die Altistin Christa Ratzenböck hat das wundersame „Urlicht“ gesungen: Sie hat mit größter Zurückhaltung in der Lautstärke und edelstem Klang für viel zu kurze Augenblicke die Zeit zum Stillstehen gebracht. Kein Wunder, dass dieser Engel keine Chance hatte, mit seiner Zurückweisung…
Aus quasi himmlischen Sphären heraus hat auch die Sopranistin Ursula Langmayr sich hören lassen: Wie schlicht sie ihr „Auferstehen“ und ihr „Wieder aufzublühen“ aus dem Chorklang herausblühen und sich zu größter Strahlkraft hat entwickeln lassen, war einfach beispielhaft. Beide Soloparts: überwältigend schön.
Der von Wolfgang Mayrhofer einstudierte Linzer Jeunesse Chor hat in diesen Trost- und Triumphgesang mit der gleichen Musikalität und Kultiviertheit eingestimmt: auch hier größte Zurückhaltung und äußerste Konzentration auf die Weichheit und Homogenität des Klanges.
Mehr Lob geht nicht.
Fluch dafür auf jenen Mitmenschen, der die gesamte Aufführung hindurch immer wieder mit Blitz fotografiert (meist punktgenau auf Akzente im Schlagzeug hin - ein musikalischer Prolet offensichtlich) und das Finale mit mehrmaligem blitzen hintereinander wirklich sehr gestört hat. (Heidemarie Klabacher)


Messe des 19-jährigen Gulda im Alten Dom
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 28.5.2010

Tribute to Friedrich Gulda: LIVA-Sonderkonzert mit dem Jeunesse Chor (Leitung: Wolfgang Mayrhofer), Ensemble Sonare, Gerda Lischka, Ursula Langmayr, Wolfgang Holzmair (Alter Dom Linz, 26. 5.)

Friedrich Gulda – einmal nicht als Enfant terrible, sondern als noch von der klassischen Etikette gezähmtes Wunderkind. Bach, Mozart und sein Lehrer Joseph Marx wirkten deutlich auf die Abschlussarbeit des erst 19-Jährigen, eine stark im romantischen Stil verhaftete Messe. Viel Eigenleben hat dieses Werk noch nicht, ist aber mehr als eine Stilübung und handwerklich beachtlich gearbeitet.

Dass diese Musik Emotion hat, bewies der bestens studierte Linzer Jeunesse Chor (Wolfgang Mayrhofer), der klangschön, wortdeutlich und expressiv der vieldeutigen Zeichengebung von Sohn Paul Gulda folgte. Dazu ein fein musizierendes Ensemble Sonare mit Bläsern des Musikgymnasiums (hervorragend Bettina Baumschlager, Trompete) und Gerda Lischka, Ursula Langmayr und Wolfgang Holzmair als Solisten.

Die letzten beiden präsentierten einfühlsam eine geschickte Liedauswahl von Marx und Mozart. Klangschön auch Marx’ „Abendweise“ für Männerchor, Bläser und Orgel (Elke Eckerstorfer). (Michael Wruss)


Weihnachtlicher Jeunessechor
"Neues Volksblatt" vom 22.12.2009

Im 10. und 11. Konzert der Reihe "Musica sacra" gestaltete Wolfgang Mayrhofer in der zweimal übervollen Linzer Minoritenkirche den ersten Teil des "Weihnachtsoratoriums" von Johann Sebastian Bach. Der Linzer Jeunessechor, eine solistisch exzellent besetzte Instrumentalgruppe und vier Sänger-Solisten bildeten das rein oö. Ensemble dieser vorweihnachtlichen Aufführung. Schwungvoll mit "Jauchzet frohlocket" setzte Mayrhofer auf elegant gestaltete Chor-Wiedergaben, wählte für die Nummernfolge von Rezitativen und Arien abwechslungsreich gestaltete Tempi und führte seine Musiker mit den für ihn typsichen Chor-Bewegungen. Den hellen Sopran als Engel lieferte Ursula Langmayr; als erzählender Evangelist war Markus Miesenberger (Tenor) geradezu eine Idealbesetzung, er setzte mit schwerelosen Koloraturen Glanzlichter. Der Altistin (hier Gerda Lischka) sind in diesem Werk die schönsten Arien und Rezitative anvertraut. Martin Achrainer - er kommt als einziger nicht aus der Musikerschmiede Stifter-Gymnasium - imponierte mit der durchdachten Klanggestaltung seiner Bass-Arien. Begeisterte Zustimmung. (Chr. Grubauer)


Einstimmung auf das Weihnachtsfest
Chorkonzert: Linzer Jeunessechor/Wolfgang Mayrhofer, (Minoritenkirche, 19. Dezember)
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 21.12.2009

Die Aufführung von J. S. Bachs "Weihnachtsoratorium" bildet in Linz einen eifrig gepflegten Bestandteil der Tage vor dem Weihnachtsfest, denn es hat das biblische Geschehen musikalisch aussagekräftig eingefangen.

Die eindrucksvolle Wiedergabe der Kantaten 1 bis 3 in der Minoritenkirche am Samstag - mit einer Wiederholung am Sonntag - vermittelte der Dirigent mit zügigen Tempi, lebendigem plastischen Ausdruck als schlichtem Bericht und hat sie demnach ohne viele gefühlsbetonte Zutaten vorgestellt.

Der "Linzer Jeunessechor" sang engagiert und wirkungsvoll. Alle Solisten erfreuten bei den anspruchsvollen Aufgaben mit klaren und beweglichen, mit klangvollen und recht textdeutlichen Stimmen. Der Tenor Markus Miesenberger vermittelte die Rezitative aus dem Evangelium mit großer Prägnanz und die Arien mit viel Gesangskultur. Ursula Langmayr (Sopran) erfüllte ihre kleine Rolle sauber. Der warm getönte Alt von Gerda Lischka zeichnete sich durch intensive Ausdruckskraft aus. Der Bassist Martin Achrainer nützte die Bandbreite seiner mächtigen Stimme. (zam)


"Krone"-Kritik
"Kronenzeitung" vom 20.12.2009

Vorzügliche erste Halbzeit des Bach-Weihnachtsoratoriums in der Linzer Landhauskirche: Der Linzer Jeunessechor und das Orchester Musica Sacra konnten mit kraftvollem Einsatz punkten. Mit Martin Achrainer, dem leuchtenden Sopran Ursula Langmayr, dem koloraturtüchtigen Tenor Markus Miesenberger und der Altistin Gerda Lischka standen qualitätsorientierte Solisten am Podium. Virtuoser Organist außer Programm: Philipp Sonntag. (Balduin Sulzer)


Bruckner hätte sich gefreut
St. Florian: Herrliches Stiftskonzert mit Schnittke
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 07.09.2009

Stiftskonzert: Bruckner Orchester / Jeunessechor (4. 9.; St. Florian)


Das oö. Stiftskonzert am Freitag (eine Produktion von Linz09) stand ganz im Zeichen der Spiritualität der Stiftskirche St. Florian: beeindruckend vermittelt durch die exemplarische Wiedergabe der 2. Symphonie von Alfred Schnittke (1934-1998) mit dem Untertitel "St. Florian". Maßgeblich für das Entstehen dieser sehr persönlichen Partitur war der unvergessliche Eindruck eines Besuchs der dunklen, kalten Barockkirche mit dem mystischen Flair. Dazu kam der Auftrag, "vielleicht etwas in Zusammenhang mit St. Florian" zu schreiben.

Souveränes Dirigat
Entstanden ist ein unorthodoxes Werk in formalen Grenzüberschreitungen, gegliedert nach den Teilen einer katholischen Messe. Es basiert auf vielfältigen Synthesen von menschlichen und instrumentalen Stimmen und zusätzlich auf dem Einbeziehen verschiedener Stilelemente, insbesondere des gregorianischen Chorals. Das Ergebnis bildet ein aussagestarkes und beeindruckendes Bekenntnis.
Die Wiedergabe von Klangfarben, Explosionen, Steigerungswellen, schlichten Linien und impressionistischem Zauber war mustergültig und plastisch. Diese überwältigenden Leistungen sind dem Bruckner Orchester, den hohen sängerischen Tugenden des "Linzer Jeunessechors" (Leitung: Wolfgang Mayrhofer) und den zwei sehr stark geforderten Solisten, auf der linken Orgelempore postiert, zu verdanken. Dirigent Dennis Russell Davies hat souverän durch das sehr anspruchsvolle Werke geführt.
Die zum Raum passende Einstimmung lieferte der Chor mit zwei Werken Bruckners und mit einem Titel der verhaltenen Klangwelt Arvo Pärts.

Aus der ausverkauften Kirche kam lang anhaltender Beifall. (Franz Zamazal)

"Krone"-Kritik
"Kronenzeitung" vom 07.09.2009

Alfred Schnittkes Symphonie "St. Florian" im Zentrum eines festlichen Sonder-Stiftskonzertes in der prall gefüllten St. Florianer Stiftsbasilika: die Wiedergabe mit dem Bruckner Orchester unter Dennis Russell Davies und dem Linzer Jeunessechor unter Wolfgang Mayrhofer erreichte gigantische Ausdrucksintensität. Das nach der Architektur einer katholischen Messe konzipierte Stück verwandelt durch kunstvolle Einbindung gregorianischer Elemente die Symphonie in sakrale Musik. Sie mutierte in ihrer dynamisch explosiven Klangfarbenkunst quasi zum Gottesdienst unter brennenden Himmeln. (Balduin Sulzer)

Spannung bei Alfred Schnittke
"Neues Volksblatt" vom 07.09.209

Das groß angelegte Werk von Alfred Schnittke in der Florianer Basilika aufzuführen, gab der Komposition den weihevollen Rahmen und den Bezug zur Entstehungsgeschichte. Der Komponist wurde anlässlich seines Besuchs in St. Florian zu dieser seiner Symphonie Nr. 2 "St. Florian" inspiriert. Schnittke nahm die lateinischen Texte, das sog. Ordinarium der Messe, zitierte sie in den jeweiligen gregorianischen Fassungen und führte ds Orchester teils als zarten klanglichen Gegensatz, aber auch als wild aufbegehrende, im Kirchenraum effektvoll ausbrechende Klangfläche durch. Die Gegensätzlichkeiten des A-cappella-Gesangs zu den lang gezogenen Crescendo-Passagen im groß besetzten Orchester brachten eine wirkungsvolle Spannung in den Folgesätzen der Symphonie. Das Bruckerorchester unter Dennis Russel Davies und der Linzer Jeunessechor leisteten vollen Einsatz. Es wurden auch Werke von Bruckner und Pärt gespielt. (Ch. Grubauer)

Haydn einmal anders
Musica sacra: Minoritenkirche Linz, 29. März
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 31.03.2009

„Die sieben Worte unseres Erlösers am Kreuze“ von Joseph Haydn in der Oratorium-Fassung für Soli, Chor und Orchester mit deutschem Text stehen ganz im Schatten der großen Werke dieser Gattung (Schöpfung, Jahreszeiten). Verdienstvoll war es daher von Wolfgang Mayrhofer, mit dem „Linzer Jeunesse Chor“ diese Partitur am Sonntag bei „Musica sacra“ in der Minoritenkirche wirkungsvoll aufzuführen.

Der Haydn-Titel, kurz die „Sieben letzten Worte“ genannt, hat sich mehrfach musikalisch überliefert, so auch in der Gestalt eines Oratoriums. Die Musik entspricht den liturgischen Vorgaben, wirkt in den Einzelheiten uneinheitlich und kennt – ungewohnt bei Haydn – keine „Schlager“. Der Text gibt sich kontemplativ und beschreibend, auch andächtig und ein wenig packend.

Dem Dirigenten gelang es, alle Details unter einen Hut zu bringen, dabei auf Spannung und Deutlichkeit der Aussage bei einer Gesamtdauer von 60 Minuten nicht zu vergessen. All das bereitete dem engagierten Chor kein Problem, unterstützt von den vorzüglichen Solisten Gotho Griesmeier (Sopran), Christa Ratzenböck (Alt), Michael Nowak (Tenor) und Martin Achrainer (Bass) und dem tüchtigen „Orchester Musica sacra“ in symphonischer Besetzung. (fz)

Glanzleistung des Linzer Jeunesse Chors
"Neues Volksblatt" vom 31.03.2009

Seinem umfangreichen Repertoire hat der von Wolfgang Mayrhofer geleitete Linzer Jeunesse Chor ein weiteres Werk hinzugefügt und es beim Musica-Sacra-Konzert am Sonntag in einer glanzvollen Aufführung präsentiert: "Quatre motets pour un temps de pénitence" (Vier Motetten für eine Zeit der Bekehrung) des französischen Neoklassikers Francis Poulenc. Das 1938/39 entstandene a-cappella Werk ist nicht nur inhaltlich äußerst kompliziert durch den häufigen Wechsel von Stimmungen und sich ergänzenden Polaritäten, die in der asketischen und andererseits ebenso geistig-sinnlichen Musik Poulencs stecken. Die großartige Bewältigung der weit gespannten Dynamik und Ausdrucksintensität verriet einmal mehr die Vortragskultur in den Stimmen, wobei man sich lediglich die hohen Sopraneinsätze etwas abgerundeter gewünscht hätte. Zum Haydn-Jahr erklangen "Die sieben Worte unseres Erlösers am Kreuze" für Soli, Chor und Orchester, ein beliebtes Repertoirestück, dessen Auffrischung durch die Ruhe und Innigkeit der Darbietung und die exakte Deklamation ebenfalls Freude bereitete. Das Musica-Sacra-Orchester war ein verlässlicher Begleiter, das Solistenquartett zierten mit Gotho Griesmeier, Christa Ratzenböck, Michael Nowak und Martin Achreiner bekannte Namen. Langer Beifall.
(Georgina Szeless)

"Krone"-Kritik

"Kronenzeitung" vom 31.03.2009

Vorzügliches Linzer Passionskonzert der "Musica Sacra"-Reihe in der Landhauskirche: Der Linzer Jeunesse-Chor unter Wolfgang Mayrhofer setzte zunächst bei den vier Passionsmotetten von Poulenc auf satt abgerundeten A-cappella-Chorklang. Auch Haydns "Die 7 Worte" zeitigten in Dynamik und sorgsam gepflegter Phrasierung imponierende Ergebnisse, an denen auch das "Orchester Musica Sacra" sowie das mustergültige Solistenquartett entscheidend beteiligt waren.
(Balduin Sulzer)

"Krone"-Kritik

"Kronenzeitung" vom 10.11.2008

25 Jahre Linzer Jeunesse Chor: Anlässlich des Jubiläums im Linzer Brucknerhaus bestach das Ensemble mit stupender Souveränität in Klanggestaltung und Intonationssicherheit, egal, ob es vom Podium oder vom Zuhörerraum aus agierte.

Besonders beeindruckend war der professionelle Umgang mit Gegenwartsmusik und ihren oft verblüffenden Zusatzeffekten: mit Stücken von Kodaly, Distler, Jennefelt, Debussy, Kropfreiter, Whitacre, Norgard, Toch, Mäntyärvi und Herwig Reiter. Der Arbeit Wolfang Mayrhofers uns seines Teams, eingeschlossen die solistischen Leistungen, etwa von Manfred Mitterbauer und Ilia Vierlinger, ist höchste Anerkennung zu zollen und für die Zukunft totaler Einsatz für die zeitgenössische Musik zu wünschen!
(Balduin Sulzer)

Jubiläum: 25 Jahre hohe Chor-Qualität
Plastische Gestaltung

Chorkonzert: Jeunesse Chor/ Wolfgang Mayerhofer; (7. 11., Brucknerhaus)
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 10.11.2008

Der "Linzer Jeunesse Chor" besteht seit 25 Jahren unter der Leitung von Wolfgang Mayrhofer und umfasst in der Hauptsache Absolventen des Stifter-Gymnasiums. Er zeigte am Freitag im Brucknerhaus seine herausragenden sängerischen Qualitäten und den Spürsinn für originelle Programme.

Unter dem Titel "Choral Bridges" (Chor-Brücken) wurde ein großer Bogen von der Renaissance bis in die österreichische Gegenwart (Herwig Reiter) gespannt. Die Abfolge der Titel orientierte sich am Prinzip Kontrast, fügte die einzelnen Werke zu ungewöhnlichen Gruppen zusammen (Drei Stücke in "Fis", Alleluja, Nachtstücke, Shakespearevertonungen, Stories) und ermöglichte zusätzlich stilistische Spannungen auszukosten.

Die plastische Gestaltung und das Bewältigen der vielfachen stilistischen Eigenheiten der Werke - reichend bis zu virtuosem Sprechgesang - weiters die Ausgewogenheit der textdeutlichen Stimmen untereinander, bilden das Markenzeichen des Chores. Zum Teil besorgten Ensemblemitglieder auch Aufgaben der Instrumentalbegleitung.

Herausragend die Perlen zeitgenössischen Schaffens aus Dänemark (Norgard), Schweden (Jennefelt, Lindberg), Finnland (Mäntyjärvi) und USA (Whitacre) sowie vom Exil-Österreicher Ernst Toch mit einer köstlichen Parodie. Natürlich durften Bach (Motette) und A.F. Kropfreiter nicht fehlen.

Jubelnder Beifall!
(Franz Zamazal)

Gampern: Goetzel konnte Lorbeeren nicht einlösen
Zu viel herumgefuchtelt

Attersee Klassik: Kirchenkonzert des Attersee Institute Orchestra (Pfarrkirche Gampern, 23. 8.)
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 25.08.2008


Das Attersee Klassik Festival lud nach Gampern zum Kirchenkonzert mit dem Attersee Institute Orchestra unter dem jungen Dirigentenstar Sascha Goetzel. Hoch gelobt für seine Arbeit an der Volksoper ("Land des Lächelns") und international viel beschäftigt, konnte Goetzel diesmal nicht einlösen, was man aufgrund seines guten Ruf erwartete.

Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 3 wurde zwar, wie es gehört, von elf Musikern solistisch gespielt. Goetzels Dirigat war jedoch, als hätte er ein 120-Mann-Orchester zu bewegen. Seine ständig herumfuhrwerkenden Hände ließen die Musiker einige Male gehörig auseinanderdriften.

Danach Schuberts kurzes Offertorium "Intende voci", für dessen Solo Herbert Lippert zwar eine Idealbesetzung war, aber trotzdem Mühe hatte, sich gegenüber dem offensichtlich zu wenig geprobten, etwas lieblos spielenden Orchester durchzusetzen. Einzig das heikle Oboensolo war der vokalen Besetzung ebenbürtig. Bereits hier zeigte der Jeu-nesse Chor Linz unter Wolfgang Mayrhofer seine herausragenden klanglichen Qualitäten.

In Bruckners f-Moll-Messe ließ Goetzel das Orchester stellenweise hemmungslos aufspielen, der Grundtenor war von aggressiver Zeichengebung und klanglicher Massierung gekennzeichnet, was dem Werk nicht entsprach. Die Solisten Ileana Tonca, Lysianne Tremblay, Martin Mitterrutzner und Peter Weber sind einzeln ideal, formten aber kein homogenes Ensemble. Freundlicher Beifall, nur wenig Bravos. (Michael Wruss)

Passion mit Aussagekraft
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 15.03.2008

Dennis Russell Davies sorgte am Donnerstag im Brucknerhaus bei Bachs monumentaler "Matthäus-Passion" für eine wortbezogene und damit aussagestarke Interpretation, bei der die Erzählung des biblischen Geschehens, die Reflexionen und dramatischen Einwürfe ein ausgewogenes Ganzes ergaben.

Der Linzer Jeunesse Chor und der Mozartchor des Musikgymnasiums, von Wolfgang Mayrhofer bestens einstudiert, sangen klangschön und sattelfest.

Das Bruckner Orchester vermittelte eine ausgefeilte barocke Klangrede. Als Gäste erhielten Tibor Pazmany, Philipp Sonntag (Continuo) und Eva Reiter (Gambe) Sonderapplaus. Das Solistenensemble: Michaela Selinger mit warm getöntem Mezzosopran; Eric Stokloßa als prägnanter Evangelist; Robert Holzer als würdevoller Jesus; ansprechend Christiane Oelze (Sopran) und Christian Zenker (Tenor). (zam)

Klatschen nach einer Passion?
Bachs „Matthäuspassion“ im Linzer Brucknerhaus

"Neues Volksblatt" vom 15.03.2008

Zum zweiten Mal dirigierte Dennis Russell Davies Bachs „Matthäus-Passion“ in Linz. Das Konzert Donnerstagabend hat gezeigt, dass er Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt hat. Der große Duktus durch das Zweieinhalbstundenwerk ist gelungen, die Tempi waren ansprechend, die Choräle vielfach sehr textbezogen interpretiert, sogar manche barocke Rhetorik erreichte die Zuhörer.

Dazu gab es aber auch sehr eigenwillige Vorgangsweisen: Kann man sich wirklich erlauben, Bach’s Partiturvorschriften zu verändern und Continuo-Anweisungen aus Chor I an Chor II delegieren? Auch im Schlusschor brach ein romantisierendes Temperament durch, und in den Solo-Violin-Partien war der süßliche, mit Starkstrom-Vibrato besetzte Ton nicht sehr passend.

Außer Fragen gibt es auch Fakten: Das gut besetzte Bruckner Orchester spielte sauber und engagiert. Die von Wolfgang Mayerhofer vorbereiteten Chöre erbrachten eine hervorragende Leistung an Deutlichkeit, Wendigkeit und Ausdruck. Von den Solisten sind hervorzuheben der junge Tenor Christian Zenker mit seiner barocken Gestaltung der Arien und Altistin Michaela Selinger, die sich um dieselbe Art bemühte. Hauptrolle in einer Passion ist der Evangelist, eine Art „theologischer Führer“ durch sie; Eric Stoßkola setzte mehr auf Schönklang und ausufernde Dramatik, die Einteilung des Textes in Szenen schien ihm fremd.

Der sehr gelungenen Programmeinführung hätte man hinzufügen können, dass nach einer Passion nicht geklatscht wird. (Rupert G. Frieberger)

Mit Chormusik quer durch Raum und Zeit
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 18.12.2007

Der "Linzer Jeunessechor" als kammermusikalische A-cappella-Formation erweist sich unter der Leitung von Wolfgang Mayr-hofer als hervorragendes Instrument. Er zeigte am Sonntag bei "Musica sacra" in der Linzer Minoritenkirche mit Meisterwerken europäischer Chormusik aus verschiedenen Epochen und Regionen sein großes Können.
Das dem Advent bzw. der Weihnacht angemessene Programm hat historische Epochen durchmessen, dabei ausgiebig das gegenwärtige Schaffen berücksichtigt und den Blick über die Grenzen der konsumorientierten Dauerberieselung hinausgeführt.
Hilfreich, sicher und genau geleitet überzeugte das Ensemble in heiklen Stimmführungen und schwierigen Akkorden.

Weihnachtsmusik
Die "Weihnachtsmusik aus der Renaissance" brachte wenig gängige Titel. Das "Marienlob" inspirierte u. a. Komponisten aus Österreich (Herwig Reiter), Litauen (Vytautas Miskinis) und England (John Tavener) zu musikalischen Höhenflügen. Unter "Weihnachtsmusik aus dem 20. Jahrhundert" haben Eric Whitacre (*1970) aus den USA und Trond Kverno (*1945) aus Norwegen mit stark Atmosphärischem viel Eindruck hinterlassen.
Die kunstvollen Sätze der "Weihnachtslieder aus Europa" vermittelten eine vergleichsweise lockere Stimmung, und die Wiedergabe zeigte, was aus Noten und Text herauszuholen ist. Bei "Romantischer Weihnacht" regierte vertrauter Wohlklang.
Zwei Chormitglieder haben sich auch als Instrumentalisten (Oboe, Flöte) vorgestellt. Insgesamt: Die 18 Chorwerke bekamen deutliches Profil aus Klang und Ausdruck. (zam)

Kollektiver Wohlklang
"Kronenzeitung" vom 18.12.2007

Bei einem Musica Sacra-Konzert in der Minoritenkirche wusste der Linzer Jeunessechor unter Wolfgang Mayrhofer seine Qualitätsgarantien wieder voll einzulösen und zeigte sich als edles Kollektiv wohlbestellten Chorklanges. Ein ausgeklügeltes Weihnachtsprogramm aus aller Zeit und Welt gipfelte in den mystischen Tiefen von John Taveners "Mother and Child" und in den luziden Höhen von Eric Whitacres "Lux aurumque". Der Flötist Wolfgang Rath und die Oboistin Theresia Haglmüller - beide auch Chormitglieder - sorgten mit Solomusiken für feine Intervention. NT

Adventkonzert der Sonderklasse
"Neues Volksblatt" vom 18.12.2007

W. Mayrhofers Jeunesse Chor in der Linzer Minoritenkirche

Eines der besten (leider nicht bestbesuchten) Konzerte der Reihe "Musica sacra" bestritt am Sonntag in der Minoritenkirche der Linzer Jeunessechor unter seinem Leiter Wolfgang Mayrhofer. Er hat es sich mit der Einstudierung nicht leicht gemacht, ein auffallend schwieriges Programm aus wenigen bekannten Stücken geboten und den Schwerpunkt auf jüngere internationale A-cappella-Chorliteratur gelegt.
Das bewährte, ausgezeichnete Ensemble konnte sich diese Herausforderung leisten. Es intonierte sicher, auch als zeitweise Bläserklänge von draußen irritierten, griff mit seiner Klangdisziplin spontan jede noch so feine dynamische Abstufung auf und beherrschte locker die Übergänge zu breiten Pianoflächen. Die anspruchsvolle Harmonik eines Vytautas Miskinis oder Eric Whitacre verlangte auch viel Musikalität und Stilgefühl von den jungen Stimmen, die - den Renaissance- und Romantik-Block des Programms eingeschlossen - mit ihrer Vortragskultur einen Höhepunkt nach dem anderen setzten. Der altgediente Flötist Wolfgang Rath und die 19-jährige Oboistin Theresa Haglmüller als neues Jeunessechor-Mitglied setzten dem ganzen Konzert instrumentale Glanzlichter auf. (Georgina Szeless)

"Krone"-Kritik
"Kronenzeitung" vom 07.10.2007

Delikat, effektbewusst und handwerklich virtuos gearbeitete Kompositionen des Niederösterreichers Herwig Reiter (66) waren Basis für den umfassenden Erfolg des Jeunessechores unter Wolfgang Mayrhofer im Linzer Ursulinensaal. Die Stücke, welche nicht nur ohrenfreundlich klangen, garantierten aufgrund der geschickt ausgewählten und musikalisch pointiert umgesetzten Texte von Jandl, Nöstlinger, Fried, Wedekingd, Ringelnatz u.a. auch gelockerte Unterhaltsamkeit. Wunderbar kontrapunktierend zum Vokalprogramm die klangvollen Charakterstücke von Clemens Huber für Gitarre solo, welche der Komponist selbst zu Gehör brachte. (Balduin Sulzer)

"Krone"-Kritik
"Kronenzeitung" vom 25.05.2007

Musica Sacra-Konzert im Alten Linzer Dom mit Bachs h-moll-Messe - und die Bach-Freunde kamen auf ihre Rechnung! Denn der Linzer Jeunesse Chor war von Wolfgang Mayrhofer sorgfältig präpariert, das junge Solistenteam ohne Schwachpunkt und das Orchester Musica Sacra, in Solopartien mit dem barocken Instrumentarium und seinen Spieltechniken bestens vertraut, überraschte immer wieder mit klanglichen Qualitäten. Prasselnder Applaus! (Balduin Sulzer)

Linzer Jeunesse Chor: Tota pulchra
"Falter" vom 03.11.2006

Kirchenmusikalische Raritäten aus der Provinz, noch dazu teils solche des 20. Jahrhunderts, lassen vielleicht nicht unmittelbar eine überwältigende CD erwarten. Großer Irrtum! Der Linzer Jeunesse Chor unter Wolfgang Mayrhofer hat mit Bläsern des Linzer Musikgymnasiums und Organist Wolfgang Kreuzhuber sechs Frühwerke Anton Bruckners aus dessen Zeit im Stift St.Florian mit Stücken von Augustinus Franz Kropfreiter (1936-2003) kombiniert, der ebenfalls für das Chorherrenstift an der Weiterentwicklung sakraler Musik arbeitete.

Mit beeindruckender klanglicher Homogenität und atemberaubender Präzision bis ins leiseste Pianissimo sorgen die jungen Interpreten für eine Stunde Gänsehaut am Stück. (Carsten Fastner)

Schwerelos: Tota pulchra
"Linzer Kirchenzeitung" vom 14.09.2006

.....Wie kaum anders zu erwarten, gelingt dem Jeunesse Chor eine packende, feinfühlige, leichtfßige Interpretation, die den Charakter der Choralwerke optimal zum Klingen bringt. Klangqualität vom ersterbenden Piano bis zum polternden Forte, Textdeutlichkeit und Leidenschaft zeichnen den Jeunesse Chor unter der Leitung von Wolfgang Mayrhofer aus.

Von Bruckners "Tantum ergo" bis zu Kropfreiters "Magnificat für gemischten Chor und Bläser" reicht die Bandbreite der vorgestellten Werke. Der positive Gesamteindruck wird durch Josef Habringer (Tenor) und das Bläserensemble des Linzer Musikgymnasiums verstärkt.

Beeindruckend zum Abschluss: Wolfgang kreuzhuber an der Rudigierorgel im Linzer Mariendom. Kropfreiters "Dreifaligkeits- Triptychon für orgel" (aus dem jahr 1959) entwickelt sich bei ihm zur vollen Größe. (Elisabeth Leitner)

Liebestolle Viren in Bad Schallerbach
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 08.07.2006

Der Liebe in all ihren musikalischen Variationen war vergangenen Donnerstag der Linzer Jeunesse Chor im Rahmen des Internationalen Musiksommers Bad Schallerbach verfallen und steckte das Publikum trotz brütender Hitze mit dem bisweilen liebestollen Virus gehörig an.

Mit eleganter Leichtigkeit widmete sich Wolfgang Mayrhofer mit seinem Chor sinnlichen Freuden der Renaissance, wobei Thomas Morleys brennende Liebesherzen in "Fire, fire!" am zündendsten gelangen. Stimmungsvoll die romantischen Wald- und Weltentrücktheiten Heinrich von Herzogenburgs, Johannes Brahms' und Robert Schumanns, fein kontrapunktiert vom Pianisten Christoph Traxler, der speziell im Intermezzo op. 118/2 Brahms'sche Traumseligkeit versprühte. Der zweite Teil dann ein Potpourri aus alten Beatles-Schlagern, amerikanischen Songs von Gershwin und Berlin in ansprechend virtuosen Arrangements. So richtig in Fahrt kam dann der wie immer perfekt studierte Chor beim Ausflug ins moderne Wienerlied (Karl Hodina) bzw. beim Abstecher in die Gefilde des Austropop. (wruss)

ST. FLORIAN: Kostproben aus neuer CD
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 02.05.2006, von Franz Zamazal

Staunenswert treffsicher
Die Top-Position des "Linzer Jeunesse Chores" unter der gewissenhaften Leitung von Wolfgang Mayrhofer wurde beim Freitag-Konzert in St. Florians Sommerrefektorium deutlich bewiesen. Anlass war die Präsentation der CD "Tota pulchra" mit Werken von Anton Bruckner und Augustinus F. Kropfreiter (1936 - 2003).
Dabei kamen die hohen sängerischen Tugenden und das große gestalterische Können des Ensembles zur Geltung.

Ausgefeilte Klangkultur
Hervorzuheben sind dabei die klangliche Homogenität, die staunenswerte Treffsicherheit auch in heiklen Passagen, die vollkommene emotionelle Identifikation mit dem Werk und die ausgefeilte Klangkultur.
Anliegen der CD ist es, dem Verhältnis zwischen den beiden mit St. Florian verbundenen Komponisten - über ihre biografischen Fakten des künstlerischen Wirkens und Entfaltens hinaus - nachzugehen. Die einführenden Worte des OÖN-Musikkritikers Michael Wruss haben diesen Komplex herausgearbeitet.

Gewaltige Akkorde
Kropfreiter drückte seine Verehrung für den Vorgänger in "Tota pulchra" (1977) auch klanglich aus. In überzeugender Wiedergabe: zwei herbe Motetten (1977) und "Magnus es, Domine" (1989) mit gewaltig aufgeschichteten Akkorden.
Bruckner-Titel haben einige Facetten von dessen Entwicklungsgang aufgezeigt: zwei "Tantum ego" (1846/88), das selten gespielte "Libera me" (1854) und das "Tota pulchra" (1878), welches Bruckners Individualität und den seinerzeitigen Zeitgeist in einmaliger Weise zusammenführt. - Ein herrlicher Ausklang.

CD-Info: www.linzer-jeunessechor.at

Der Jeunesse Chor ist längst ein Spitzen-Ensemble (R.Winkler)

Prächtiger Chor, exquisite Solisten
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 08.04.2006

Hohe musikalische und gestalterische Qualitäten zeichnen den "Linzer Jeunessechor" (Leitung: Wolfgang Mayrhofer) immer wieder aus. Das kam auch am Freitag in der Linzer Minoritenkirche bestens zur Geltung. Plastisch und packend geriet die Wiedergabe von Joseph Haydns "Stabat Mater" (um 1767) dank bester Einstudierung und eines hervorragenden Solistenquartetts mit Opernqualitäten. Die klangvollen Stimmen von Gerlinde Illich (Sopran), Christa Ratzenböck (Mezzosopran) und Michael Nowak (Tenor) fanden im wohltönenden Bass von Lauri Vasar ihr Fundament. Das unermüdliche Streicherensemble, die beiden Oboisten und die souveräne Continuo-Gruppe haben Handlungs- und Emotions-Elemente mitgetragen. Die passende Einstimmung lieferten die "Responsorien zur Karwoche", vom exzentrischen Renaissancefürsten Gesualdo (1560-1613) und von Francis Poulenc, geschrieben 1938. Blendend gelang die Vermittlung dieses musikalischen Zeitsprunges. (fz)

Höchstleistungen mit Wohl- und Vollklang
"Neues Volksblatt" vom 08.04.2006

Jeunesse Chor bei „Musica Sacra“ Allen Anlass zur Freude und dies in einem Passionskonzert gab der Linzer Jeunesse Chor bei seinem jüngsten Auftreten am Donnerstag in der gesteckt vollen Linzer Minoritenkirche. Exakt in der Intonation und ausdrucksstark deklamierend, verströmte das Ensemble, das gerade seine neueste CD mit Bruckner- und Kropfreiter-Werken eingespielt hat, seinen Wohl- und Vollklang in A-cappella-Responsorien zur Karwoche von Carlo Gesualdo und Francis Poulenc. Wolfgang Mayrhofers von stilistischer Sicherheit getragenes Dirigat animiierte die junge Sängerschar zu Höchstleistungen; allein der wunderschöne Poulenc-Satz hätte Sonderapplaus verdient. Vor allem an Homogenität übertraf der Chor das Musica-Sacra-Orchester in dem Hauptwerk des Abends, Haydns „Stabat Mater“. Erfahrene Solisten trugen den Erfolg der Aufführung mit: Christa Ratzenböck und Lauri Vasar vom Landestheater, das einstige Jeunesse-Chor-Mitglied Michael Nowak und die koloratursichere Linzer Sopranistin Gerlinde Illich. Der Applaus war lang und heftig. G. Szeless

Vorbildliche Stimmkultur
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 07.12.2005

Die Fortsetzung der "Musica sacra"-Adventreihe brachte Sonntag in der Linzer Minoritenkirche eine erfreuliche Begegnung mit dem "Linzer Jeunesse Chor" unter Wolfgang Mayrhofer.

Das Ensemble aus knapp drei Dutzend schönen, leicht beweglichen Stimmen konnte bei einem anspruchsvollen A-cappella-Programm seine Qualitäten deutlich vorstellen: Homogenität bis zum feinsten Pianissimo, an dem Bruckner seine Freude gehabt hätte, weiters Treffsicherheit, hohe Klangkultur auch bei Doppelchörigkeit und solistisches Können mehrerer Mitglieder.

Intensiver Kropfreiter
Auf den einen Gregorianischen Choral in sphärischem Raumklang folgten Gustostückerl von Palestrina und Barock-Meistern, wie selbstverständlich wirkend. Drei "O-Antiphonen" des Litauers Vytautas Miskinis (Jg. 1954) mit modernen Akkorden entfalten durch das Engagement des Chores eine starke Wirkung.

Hauptwerk des Konzerts war das intensiv gestaltete "Magnificat" von A. F. Kropfreiter für Chor und 15 Bläser. Die Wiedergabe der reschen Klänge gelang souverän, hinterließ nachhaltigen Eindruck. Die Gegenüberstellung der Vertonungen von "Tota pulchra es Maria" durch Bruckner und später durch Kropfreiter zeigte die große Verehrung des Ansfeldener Meisters durch den Jüngeren.

Bläser des Linzer Musikgymnasiums boten bei Kropfreiter sorgfältige Begleitung, und eine Sechser-Auswahl spielte zwischen den Chorstücken einige Barock-Sätze, damit die Erfordernisse von Adventmusik komplett waren.

Glänzender Jeunesse-Chor
"Neues Volksblatt" vom 06.12.2005

Er wurde oft gerühmt und mit Preisen bedacht: der Linzer Jeunesse-Chor unter Leiter Wolfgang Mayrhofer. Erneut unter Beweis gestellt haben sie ihre Qualitäten Sonntagabend beim Adventkonzert der Reihe "Musica Sacra" in der Linzer Minoritenkirche.

Für Mayrhofer stand dabei offenbar klangliche Perfektion im Vordergrund, erreicht durch eine kluge, dem Kirchenraum angepasste Dramaturgie, bei der der Chor nach Bedarf seine Aufstellung wechselte. So konnten sich die einzelnen Stimmen optimal mischen und zum größten Gleichklang finden.

Das schwierige Programm mit A-cappella-Werken alter Meister sowie von Mendelssohn-Bartholdy, Reger und Brahms, das hervorragend bewältigt wurde, verlangte viel Flexibilität und Einfühlungskraft von den jungen Sänger(inne)n. Insbesondere bei der Gegenüberstellung zweier "Tota pulchra es Maria"-Vertonungen von Bruckner und Augustinus F. Kropfreiter - Kostproben aus einer aktuellen CD-Produktion des Chores mit Werken beider Komponisten. Ein lupenreines Bläserensemble des Linzer Musikgymnasiums stand den Vokalisten adäquat zur Seite. Begeisterter Beifall in der randvollen Kirche. G.Sz.
     
 
© 2011 Linzer Jeunessechor